Zuchtziel:
1. Leistungsstark, das bedeutet,
ein Flugtippler sollte eine enorme Flugfreude haben. Langes Fliegen in angemessenem Stil und schöner Höhe, je nach Wetter. Wenn Flugtippler zu hoch fliegen, sind sie für das Wettfliegen nur bedingt brauchbar. Der Schiedsrichter muss die Tauben ja noch sehen können. Das muss man immer anstreben und ist bei diesen Tauben schon in hohem Maße erreicht worden. Die Wettflüge beweisen es.
2. intelligent, das bedeutet,
Flugtippler müssen einfach auszugewöhnen sein. Sie müssen auch bei ihrem ersten Flug auch noch nach Stunden den heimatlichen Schlag wieder finden. Sie müssen schnell erkennen, was von ihnen gewünscht wird. Sie müssen bereit sein, mit ihrem Pfleger zu kommunizieren. Sie dürfen nicht kopflos davonfliegen, sie müssen mental „gut drauf sein“, das ist es, was gute Tauben ausmacht und in diesen Tauben schon genetisch festgelegt ist.
3. zahm, das bedeutet,
Flugtippler müssen Ihrem Pfleger vertrauen, dürfen keine Angst haben, müssen selbstbewusst sein. Zahmheit ist keine Sache der Dressur, sondern ein Ergebnis der Zucht. Zahmheit und Intelligenz liegen auf dem gleichen Gen und werden zusammen vererbt. Es ist ja so schön in den Schlag zu gehen, ohne das die Tauben flüchten, sondern sofort zu ihrem Pfleger kommen, um zu sehen was er ihnen mitgebracht hat.
Manche Züchter von Flugtippler sind der Meinung, dass es nicht gut ist, wenn Flugtippler zahm sind. Sie würden dann nicht lange genug fliegen. Sie meinen ein Flugtippler, der Angst hat zu landen, fliegt länger. Meine Meinung, nur vielleicht und landet dann auf dem hohen Dach vom Nachbarn.
Und das solche Tauben einen unendlichen Spaß machen, muss ich ja nicht extra betonen.